Indikationen, Risikogruppen und diagnostische Ziele
der Stressechokardiographie
Das Stress-Echo ist immer dann sinnvoll, wenn Herzbeschwerden auftreten, die sich im Ruhezustand nicht abschließend klären lassen. Unklare Brustschmerzen, Atemnot und unerklärliche Leistungsschwäche gehören ebenso zu den Indikationen für die Stressechokardiographie wie klärungsbedürftige Vorbefunde aus einem normalen Belastungs-EKG oder die Suche nach Verengungen der Herzkranzgefäße bei der koronaren Herzkrankheit (KHK). Darüber hinaus lässt sich die Untersuchungsmethode einsetzen, um das Herzrisiko vor großen chirurgischen Eingriffen einzuschätzen.
Die Stressechokardiographie wird in erster Linie für Menschen empfohlen, bei denen eine behandlungsbedürftige Herzerkrankung vorliegen könnte. Die wichtigsten Risikogruppen sind:
- Patienten mit Verdacht auf koronare Herzkrankheit (KHK)
- Patienten mit unklarer Luftnot
- Personen mit hohem kardiovaskulärem Risikoprofil (z. B. Bluthochdruck, starkes Übergewicht, Diabetes, familiäre Vorbelastung für Herzinfarkte)
- Patienten mit bekannten Herzklappenfehlern
- Patienten mit eingeschränkter Belastbarkeit
- Ergebniskontrolle nach Stent-Implantationen oder Bypass-Operationen
Das primäre Ziel der Stressechokardiographie besteht darin, verengte Herzkranzgefäße zu identifizieren. Treten unter Belastung Wandbewegungsstörungen am Herzmuskel auf, deutet das auf eine Unterversorgung mit Sauerstoff hin. Bei Patienten mit bekannter Herzerkrankung oder nach einem Infarkt wird geprüft, ob geschädigte Herzmuskelareale noch vital sind und sich ihre Funktion durch einen Stent oder Bypass verbessern ließe. Die Messung der Druckgradienten und des Blutflusses unter Belastung ermöglicht Aussagen darüber, wie schwerwiegend Herzklappenfehler sind. Bei unklaren Symptomen wie Brustschmerzen oder Atemnot können wir mit einer Echokardiographie in München kardiale Ursachen feststellen oder ausschließen.
Durchführung und Ablauf der Stressecho Untersuchung
Eine besondere Vorbereitung ist für die Stress-Echokardiographie nicht erforderlich. Nehmen Sie bradykardisierende Medikamente wie Betablocker oder Digitalis, sollten Sie diese (nach ärztlicher Rücksprache) circa zwei Tage vor der Untersuchung absetzen, da sie das Untersuchungsergebnis beeinflussen können. Verzichten Sie zwei bis vier Stunden vor dem Test auf schwere Mahlzeiten. Da Sie während der Stressecho Untersuchung körperlich aktiv sein werden, sind Sportkleidung und -schuhe sinnvoll.
Vor der Stressechokardiographie werden EKG-Elektroden und eine Blutdruckmanschette angebracht. Dann folgt eine Ultraschalluntersuchung Ihres Herzens unter Ruhebedingungen. Hierbei liegen Sie auf der linken Seite, da sich das Herz so am besten beurteilen lässt.
Stressechokardiographie unter körperlicher Belastung
Beim körperlichen Belastungstest vom Herzecho treten Sie auf einem speziellen Liege-Fahrrad-Ergometer in die Pedale. Der Ablauf ist ähnlich zum Fahrradfahren im Fitnessstudio, nur unter medizinischer Überwachung. Die Last wird während der Stressecho Untersuchung schrittweise erhöht, während der Arzt Ihr Herz im Ultraschall beobachtet.
Stressechokardiographie unter medizinischer Belastung
Können Sie aufgrund von Muskel- oder Gelenkproblemen nicht Rad fahren oder ist körperliche Belastung grundsätzlich nicht möglich, wird die Belastung für das Stressecho medikamentös umgesetzt. Dazu bekommen Sie über einen Venenzugang ein Medikament, welches Ihr Herz schneller und kräftiger schlagen lässt. Reicht die Bildqualität für eine präzise Diagnose nicht aus, wird ein Kontrastmittel genutzt. Die Stressechokardiographie dauert circa 20 Minuten. Sie gilt als abgeschlossen, wenn die maximale Belastung erreicht ist oder Symptome auftreten.