Herzkatheteruntersuchung: Ablauf und Bedeutung in der modernen Kardiologie

Eine Herzkatheteruntersuchung ermöglicht eine genaue Beurteilung der Herzkranzgefäße und Herzfunktion. Mit einem dünnen Katheter, der über ein Blutgefäß zum Herzen vorgeschoben wird, können Messungen durchgeführt und die Gefäße mithilfe von Kontrastmittel dargestellt werden. Der Herzkatheter München stellt ein zentrales Element für die kardiologische Diagnostik dar.

Abhängig von der medizinischen Fragestellung wird zwischen Rechtsherzkatheter und Linksherzkatheter unterschieden. Im Folgenden wird erläutert, wie eine solche Untersuchung abläuft, wie lange sie dauert und welche diagnostischen Informationen sie liefert.

Dr. Bernhard Nagel untersucht einen Patienten mittels Ultraschall.

Herzkatheteruntersuchung im Überblick

Eine Herzkatheteruntersuchung ist ein etabliertes invasives Verfahren zur Beurteilung von Herzkranzgefäßen, Herzkammern und Herzfunktionen. Sie ermöglicht nicht nur die exakte Diagnostik, sondern auch eine direkte Therapie, zum Beispiel bei Engstellen der Herzkranzgefäße.

Bei der Herzkatheteruntersuchung wird der Katheter über ein Blutgefäß bis zum Herzen vorgeschoben. Üblicherweise erfolgt der Zugang über die Arteria am Handgelenk oder die Arteria femoralis. Mittels Röntgenkontrastmittel lassen sich die Herzkranzgefäße und Herzkammern auf dem Monitor darstellen. Während der Untersuchung bleiben Patientinnen und Patienten wach und können kommunizieren.

Eine Herzkatheteruntersuchung dauert in der Regel 30 bis 60 Minuten, wobei komplexere Eingriffe oder zusätzliche therapeutische Maßnahmen länger in Anspruch nehmen können.

Indikationen einer Herzkatheteruntersuchung

Eine Herzkatheteruntersuchung ist sinnvoll, wenn eine genaue Beurteilung der Herzkranzgefäße, Herzkammern oder Herzklappen erforderlich ist.

Typische Indikationen sind:

  • Verdacht auf relevante Herz-Durchblutungsstörung
  • instabile Angina pectoris oder akuter Herzinfarkt
  • koronare Herzkrankheit (KHK)
  • Myokarditis (Herzmuskelentzündung)
  • Fehlfunktion der Herzklappe
  • pulmonale Hypertonie (Lungenhochdruck)

Darüber hinaus kann die Herzkatheter-Untersuchung vor geplanten Eingriffen am Herzen, etwa einer Herzklappen- oder Bypass-Operation, sowie als therapeutisches Verfahren bei KHK eingesetzt werden. Als Kardiologie am Promenadeplatz sind wir Ihr richtiger medizinischer Ansprechpartner für Herzkatheter München.

Risikogruppen und Kontraindikationen der Herzkatheteruntersuchung

Auch bei älteren Patienten ist eine Herzkatheteruntersuchung in der Regel möglich, sofern der allgemeine Gesundheitszustand dies zulässt. Nicht durchgeführt werden sollte die Herzkatheteruntersuchung bei folgenden (relativen) Kontraindikationen:

  • Kontrastmittelallergie
  • schwere Niereninsuffizienz
  • koronare Herzkrankheit (KHK)
  • Schilddrüsenüberfunktion

Darüber hinaus kann die Herzkatheter-Untersuchung vor geplanten Eingriffen am Herzen, etwa einer Herzklappen- oder Bypass-Operation, sowie als therapeutisches Verfahren bei KHK eingesetzt werden. Als Kardiologie am Promenadeplatz sind wir Ihr richtiger medizinischer Ansprechpartner für Herzkatheter München.

Patientenvorbereitung für die Herzkatheteruntersuchung

Vor einer Herzkatheteruntersuchung ist eine gründliche Vorbereitung wichtig. Dazu gehört ein ausführliches Aufklärungsgespräch, eine EKG-Kontrolle sowie Blutuntersuchungen zur Überprüfung von Blutgerinnung, Nieren- und Schilddrüsenwerten. Alle Voruntersuchungen finden bei uns in der Kardiologie am Promenadeplatz statt. Die Herzkatheter-Untersuchung selbst erfolgt in einer unserer kooperierenden Klinik. Die Terminabstimmung übernehmen wir vorab.

Am Tag der Untersuchung sollten Patienten nüchtern sein. Wasser kann bis zu zwei Stunden vor dem Eingriff in kleinen Mengen getrunken werden. Die Einnahme von Medikamenten erfolgt nach ärztlicher Anweisung:

  • Immunsuppressiva: wie gewohnt einnehmen
  • Metformin: zwei Tage vorher pausieren, nach ärztlicher Absprache
  • Antikoagulanzien wie Eliquis, Rivaroxaban, Pradaxa oder Lixiana: pausieren
  • Marcumar: INR am Tag der Untersuchung etwa 2,0–2,4

Ablauf der Herzkatheteruntersuchung

Die Untersuchung mittels Herzkatheter erfolgt über einen Arterienzugang am Handgelenk oder der Leiste (Arteria radialis oder Arteria femoralis). Nach Desinfektion und lokaler Betäubung wird eine Schleuse platziert, über die der Katheter unter Röntgenkontrolle bis zum Herzen vorgeschoben wird.

Kontrastmittel wird minimal dosiert injiziert, um Herzkranzgefäße, Herzkammern und Pulmonalarterien sichtbar zu machen. Ein kurzzeitiges Wärmegefühl ist durch das Kontrastmittel normal.

 

Die Dauer einer Herzkatheteruntersuchung liegt in der Regel zwischen 20 und 60 Minuten, abhängig vom Umfang der Untersuchung oder zusätzlicher therapeutischer Maßnahmen. Sedierung oder Schmerzmittel können bei Bedarf eingesetzt werden, da Schmerzen und Druckempfinden individuell variieren.

Risiken und mögliche Komplikationen der Herzkatheteruntersuchung

Die Herzkatheteruntersuchung ist ein etabliertes Routineverfahren, dennoch können wie bei jedem invasiven Eingriff Risiken und Komplikationen auftreten.

Zu den möglichen Komplikationen gehören:

  • Allergische Reaktion auf das Kontrastmittel
  • Gefäßverletzungen an Arterien oder Venen
  • Hämatome an der Einstichstelle
  • Instabile Kreislaufsituation während der Untersuchung
  • Bypass-OP bei akutem Handlungsbedarf
  • Selten: Schlaganfall
  • Sehr selten: Herz- oder Lungenverletzungen, z.B.: Lungenblutungen

Mögliche Risiken werden vorab ausführlich im Aufklärungsgespräch in unserer kardiologischen Praxis mit den Patientinnen und Patienten besprochen.

Nachsorge einer Herzkatheteruntersuchung

Der Herzkatheter München wird nach Abschluss der Untersuchung entfernt, die Zugangsstelle wird verschlossen. Die Einstichstelle wird abschließend mit einem Druckverband oder Kompressionssystem versorgt, um Nachblutungen zu vermeiden. Der Verband sollte für mehrere Stunden an Ort und Stelle bleiben, während sich Patientinnen und Patienten ausruhen. Je nach Befinden werden Patienten noch einige Zeit auf Station betreut.

Durch die Medikamenteneinnahme bei der Untersuchung ist das Führen von Fahrzeugen unmittelbar nach dem Eingriff nicht erlaubt. Ein sicherer Nachhauseweg sollte daher im Voraus organisiert werden.

Verhalten nach dem Herzkatheter

In den ersten Tagen nach der Untersuchung sollte die Punktionsstelle geschont werden, um eine optimale Heilung zu gewährleisten. Dazu gehört:

  • Schweres Heben und Tragen vermeiden
  • Sportliche Aktivitäten oder Fahrradfahren erst nach Rücksprache wieder aufnehmen
  • Bewegungen vermeiden, die Arm oder Leistengegend belasten
  • Auf heißes Baden oder Schwimmen verzichten

Dies trägt dazu bei, Blutungen oder Nachblutungen zu vermeiden und den Heilungsverlauf zu unterstützen.

Mögliche Nachwirkungen

Gelegentlich kann sich an der Einstichstelle ein kleiner Bluterguss bilden. Dies ist meist unproblematisch, solange der Erguss weich ist und nicht stark wächst. Weitere mögliche

Begleiterscheinungen sind:

  • Blutdruckabfall
  • Schwitzen
  • Übelkeit oder Erbrechen

Es sollte umgehend eine Kontaktaufnahme mit uns als kardiologische Praxis erfolgen, wenn Beschwerden anhaltend sind oder stärker werden, Anzeichen wie zunehmende Schwellung, Verdickung im Bereich der Punktionsstelle oder starke Schmerzen hinzukommen.

Ergebnisse der Herzkatheteruntersuchung und weiteres Vorgehen

Die Ergebnisse der Herzkatheteruntersuchung liegen während des Herzkatheters oder am selben Tag vor. Anschließend erfolgt die weitere Betreuung und Therapieplanung in unserer kardiologischen Praxis. Die Ergebnisse werden direkt besprochen, und bei Bedarf können weitere Untersuchungen, wie z. B. ein CT durchgeführt werden. Bei ausgeprägten Befunden kann auch ein herzchirurgischer Eingriff, etwa eine Bypass-Operation, erforderlich sein.

Herzkatheter in München mit der Kardiologie am Promenadeplatz

Unsere Praxis bietet erfahrene Herzspezialisten, die Herzkatheteruntersuchungen in kooperierenden Kliniken sicher und präzise durchführen. Ziel ist eine exakte Diagnostik und die Erstellung eines individuellen Therapieplans, begleitet von umfassender Aufklärung über mögliche Risiken. Patientinnen und Patienten werden dabei einfühlsam betreut und umfassend informiert.

 

Wichtige Fragen zur Herzkatheteruntersuchung

In der Regel ist eine Herzkatheteruntersuchung nicht schmerzhaft. Man spürt die lokale Betäubung und ggf. ein kurzes Wärmegefühl durch das Kontrastmittel.

Die Herzkatheter Untersuchung Dauer beträgt 20 bis 45 Minuten. Bei nötiger Therapie, (z.B.: Stent-Versorgung), kann die Herzkatheter Dauer sich auf bis zu 90 Minuten erhöhen.

Bei einer Herzkatheteruntersuchung sehen wir das Herz live auf dem Monitor. Daher sind die Ergebnisse während der Untersuchung verfügbar, der Arztbrief wird im Anschluss aufbereitet.

Mögliche Nebenwirkungen sind ein blauer Fleck oder eine leichte Blutung an der Einstichstelle (Handgelenk oder Leiste), Druck an der Punktionsstelle, Hämatome oder Schwellungen.

Seltenen Komplikationen sind stärkere Blutungen und Blutergüsse, allergische Reaktionen auf Kontrastmittel und Gefäßverletzungen. Sehr selten kommt es zu ernsteren Risiken wie z. B. Herzinfarkt, Schlaganfall oder Lungenblutungen.

Bei Verdacht auf verengte Herzkranzgefäße mit Symptomen wie Brustschmerzen (typisch für koronare Herzkrankheit), Atemnot bei Belastung oder auffälligen Ergebnissen von Belastungs-EKG und Herzultraschall. Nach Herzinfarkt kann der Herzkatheter München verschlossene Gefäße lokalisieren.